Verfasst von: nk | Februar 2, 2011

Wir sind umgezogen!

Ab sofort ist die „Sende-Zeit“ auf dem eigenen Server zu finden: www.sende-zeit.de. Wir arbeiten dort auch mit WordPress, haben aber unsere eigene WP-Instanz installiert. Leider funktionieren noch nicht alle Features, so gibt es zurzeit noch keine Möglichkeit, Beiträge per Mail zu abonnieren. Aber wir arbeiten daran. (Außerdem arbeiten auch wir nach dem Caritas-Motto für die Blogozese: Dieses Blog ist nicht perfekt…).

Alle, die netterweise auf unser Blog verlinkt haben, bitten wir, nicht mehr hier auf wordpress.com, sondern auf die neue Adresse zu verweisen.

Die bisherigen Beiträge lassen wir hier stehen, so dass alte Links nicht ungültig werden. Alle Blogbeiträge sind aber auch unter der neuen Adresse zu finden.

Verfasst von: tb | Januar 31, 2011

Buchbesprechung: Die Erlöser AG

Josef Gottschlich:
Zwischen Barmherzigkeit und Selbstanmaßung – Björn Kerns Roman „Die Erlöser AG“

Der Spielfilm „Satte Farben vor Schwarz“ mit Senta Berger und Bruno Ganz (läuft zur Zeit im Kino) hat lebhafte und kontroverse Diskussionen zum Thema „Menschenwürdiges Sterben“ ausgelöst. Ähnlich verhielt es sich mit dem Roman „Die Erlöser AG“ von Björn Kern, der im Laufe dieses Jahres für das ZDF verfilmt und somit einem noch größeren Publikum bekannt werden wird.

Der Roman spielt zu einem nicht näher festgelegten Zeitpunkt in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts. Er beginnt mit einer Bundespressekonferenz, auf der die Abschaffung von Paragraph 216 bekannt gegeben wird: Tötung auf Verlangen (aktive Sterbehilfe) bleibt fortan unbestraft. Bei dieser Konferenz begegnen sich Paul Kungebein, ambitionierter Jungredakteur einer renommierten Berliner Tageszeitung und Hendrik Miller, Oberarzt an der Charité und Vorsitzender der dortigen Ethik-Kommission. Gemeinsam beschließen sie, eine Agentur zu gründen, die unheilbar kranken Senior/-innen einen „sanften Tod“ ermöglicht.

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Verfasst von: tb | Januar 28, 2011

Kinder und ihre Zukunft – eine Provokation

Straßenkinder und Kinderarbeit. Bei uns selten, in den Ländern des Südens verbreitet. „Childhope Asia Philippes“ ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich für Straßenkinder einsetzt. Ein Video-Clip berührt aber auch uns hier:

Kinderglück und Zukunftsperspektive – ein Lotteriespiel? * Verantwortung von Eltern und Gesellschaft! *Lebenswege – Schicksal, Fügung, Glück, Pech? * Dankbarkeit für „gesundes“ Elternhaus! * Was ist mir von wem in die Wiege gelegt worden? * Glaube und Solidarität!

Wir danken dem Reliblog für diesen Video-Tipp!

Verfasst von: nk | Januar 27, 2011

Bekennerschreiben von Lauda Sion

Im Kontext der missionarischen Initiative „Glauben – Bekennen – Handeln“ der Erzdiözese Freiburg laden wir andere katholische Bloggerinnen und Blogger ein, uns in einen kurzen Text (möglichst nicht mehr als 2000 Zeichen) zu schreiben, warum sie katholisch sind. In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir diese „Bekennerschreiben“. Heute schreibt Lauda Sion, Autorin von iustitia.

Screenshot Blog iustitia
Meine Eltern glauben nicht an Gott und Kirche etc., hatten mich aber trotzdem evangelisch taufen lassen und zum Konfi-Unterricht geschickt. Mit 15 wurde ich schwer „unheilbar“ krank, habe aber vorher schon nicht wirklich an Gott geglaubt (eher gehofft), ab da dann aber erst recht nicht.

Da ich meinte, eh bald sterben zu müssen, war mir alles ziemlich egal, und ich habe mich, wenn ich nicht gerade im Krankenhaus lag, mit allem was der Markt so anbot, betäubt. Als ich 28 Jahre alt war, habe ich mich, nachdem Gott drei Mal (aufgrund eines Gebets) in mein Leben eingegriffen hatte, bekehrt.

Erst dachte ich, wenn Gott echt ist, kann er sich mir vorstellen, ohne dass ein Pfarrer mir erklären muss, wer Gott ist.  Drei Jahre später fing ich an, in eine Freikirche zu gehen und zu lernen, ‘wie man Christ ist’ .  Als ich wieder krank wurde (chronisch), hat jemand für mich gebetet, und obwohl ich nicht daran geglaubt hatte, bin ich seitdem gesund.

Dank-sei-Gott.

Nach ca. eineinhalb Jahren hatte ich morgens, beim Beten, ein Bild von Maria im Kopf und fragte mich, was das zu bedeuten hatte.  Bekam aber keine Antwort darauf, auch nicht in der Bibel.  Also bin ich zu einer kath. Kirche gegangen, um mit dem Pastor zu reden, landete in einer hl. Messe und war so berührt von der heiligen Atmosphäre / Gottes Gegenwart, dass ich anfing, mich für meine ganzen Vorurteile zu schämen, von denen ich viele hatte…

Ich habe eine alte Frau kennengelernt, mit Namen Maria (!), mit der ich mich oft zum Reden / Beten traf. Nochmal ca. eineinhalb Jahre später erinnerte ich mich daran und fing an, mich mit den Unterschieden zwischen kath. und evangel. Theologie auseinanderzusetzen, merkte, dass von dem, wie ich Gott kennengelernt hatte, und von dem, was ich glaube, katholisch bin.  Also bin ich konvertiert.

Beeindruckt hat mich die Reinheit der Lehre, die durch alle Jahrhunderte verteidigt und durch die Tradition erhalten wurde. Das gibt mir Sicherheit.  Vorher hatte ich erlebt, dass jeder die Bibel so auslegt, wie er’s gerade für richtig hält, oder schlimmer…

Ich mag kath. Liturgie: Man kommt, um Gott die Ehre zu geben, nicht um sich entertainen zu lassen. Auch spüre ich einen großen Unterschied bezüglich der Sakramente.

Letztens hatte ich gebetet: „Herr, warum bist du in letzter Zeit so weit weg? Wenn ich irgendwas getan habe, um dich zu betrüben, sag es mir bitte!“ Auf einmal spürte ich Seine Nähe, und als ich die Augen öffnete, hatte der Priester gerade das Allerheiligste ausgesetzt :) .

Lauda Sion ist franziskanisch geprägt und wird franziskanisch begleitet. Sie lebt seit ca.5 Jahren zölibatär und hat letztes Jahr ein entsprechendes (privates) Gelübde abgelegt. Sie arbeitet als Hauswirtschafterin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Pfarrei. Ihr Blog trägt den Titel iustitia.

Wenn Sie katholischer Blogger oder katholische Bloggerin sind und Ihr „Bekennerschreiben“ hier veröffentlichen möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: medienpastoral@seelsorgeamt-freiburg.de.

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Hinweis der Redaktion: In unregelmäßiger Folge bitten wir Gastautorinnen und -autoren um Beiträge für unseren Blog. Diese Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.

Verfasst von: nk | Januar 26, 2011

Ein Jahr Sende-Zeit

Wordpress-LogoHeute mal ein Hinweis in eigener Sache: Die Sende-Zeit feiert Geburtstag. Am 26. Januar 2010 gingen wir mit unserem Blog an die Öffentlichkeit. Aus bescheidenen Anfängen hat sich vor allem ab September ein spannendes Projekt mit bisher 171 Artikeln und 243 Kommentare entwickelt. Diesen Erfolg verdanken wir nicht zuletzt der Vernetzung mit der höchst lebendigen katholischen Bloggerszene. Allen, die Gastbeiträge geschrieben, auf unseren Blog verlinkt sowie Artikel gelesen und kommentiert haben, ein herzliches Dankeschön!

Da wir Anfang 2010 nicht wussten, wie sich der Blog entwickelt, haben wir der Einfachheit halber die „Sende-Zeit“ auf dem WordPress-Server gestartet. Nun aber gönnen wir uns einen Umzug: Ab dem 1. Februar sind wir auf unserer eigenen Domain sende-zeit.de zu finden. Alle, die auf sendezeit.wordpress.com verlinkt haben, bitten wir, die Links entsprechend zu ändern.

Papst Benedikt XVI.Der Vatikan scheint endgültig im Social Web  angekommen zu sein. Bereits zum dritten Mal hintereinander geht Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel auf die Entwicklungen im Internet ein, die man meist unter dem Schlagwort „Web 2.0″ zusammenfasst. Nachdem der Papst im Jahr 2009 erstmals die „neuen Technologien und neuen Verbindungen“ des Sozial Web wahrgommen und im vergangenen Jahr, im „Jahr des Priesters,“ vor allem die Rolle des Seelsorgers in der digitalen Welt behandelt hatte, greift er in diesem Jahr die Kommunikation in sozialen Netzwerken auf.

Was mich bei der Lektüre besonders gefreut hat, ist die Klarheit, mit der Benedikt XVI. die „digitale Revolution“ der sozialen Netzwerke erkennt:

„Die neuen Technologien ändern nicht nur die Art und Weise, wie man miteinander kommuniziert, sondern die Kommunikation an sich; man kann daher sagen, daß wir vor einem umfassenden kulturellen Wandel stehen. Mit dieser neuen Weise, Information und Wissen zu verbreiten, entsteht eine neue Lern- und Denkweise mit neuartigen Möglichkeiten, Beziehungen zu knüpfen und Gemeinschaft zu schaffen.“

Dabei hat er besonders im Blick, dass es im Web 2.0 auf die Person ankommt: auf persönliche Kommunikation und Interaktion, die das einseitige Gefälle von „Producer“ und „User“ aufhebt:

„In der digitalen Welt heißt Informationen zu übermitteln immer öfter, sie in ein soziales Netzwerk zu stellen, wo das Wissen im Bereich persönlichen Austauschs mitgeteilt wird. Die klare Unterscheidung zwischen Produzent und Konsument von Information wird relativiert, und die Kommunikation möchte nicht nur Austausch von Daten sein, sondern immer mehr auch Teilhabe. Diese Dynamik hat zu einer neuen Bewertung des Miteinander-Kommunizierens beigetragen, das vor allem als Dialog, Austausch, Solidarität und Schaffung positiver Beziehungen gesehen wird.“

Daraus leitet der Papst einen besonderen Stil christlicher Kommunikation in sozialen Netzwerken ab, der von Offenheit und Aufrichtigkeit geprägt sein muss. Weil es bei Facebook & Co. darum geht, nicht nur irgend etwas, sondern gewissermaßen sich selbst mitzuteilen, können und sollen Christen authentisches Zeugnis von ihrem Glauben und von ihren Werten und Lebensmaximen abgeben. Auf diese Weise können Online-Netzwerke zu einem neuen Forum der Evangelisierung werden:

„Im übrigen zeigt die den social networks eigene Dynamik, daß ein Mensch immer in das, was er mitteilt, miteinbezogen ist. Beim Austausch von Informationen teilen Menschen bereits sich selbst mit, ihre Sicht der Welt, ihre Hoffnungen, ihre Ideale. Daraus folgt, daß es einen christlichen Stil der Präsenz auch in der digitalen Welt gibt: Dieser verwirklicht sich in einer Form aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber respektvoller Kommunikation. Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird. Im übrigen kann es auch in der digitalen Welt keine Verkündigung einer Botschaft geben ohne konsequentes Zeugnis dessen, der verkündigt. In den neuen Kontexten und mit den neuen Ausdrucksformen ist der Christ wiederum aufgerufen, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die ihn erfüllt (vgl. 1 Petr 3,15).“

Wie zu erwarten ist, preist der Papst die neuen Formen und Möglichkeiten nicht unkritisch an. Vielmehr fügt er einige Mahnungen und Warnungen in seine Botschaft ein. So legt er zum einen grundsätzlich Wert darauf, dass „Kommunikationstechnologien in den Dienst des ganzheitlichen Wohls des Menschen und der gesamten Menschheit gestellt werden“. Zum anderen greift er spezifischere Probleme sozialer Netzwerke auf, etwa die Gefahren, „irgendwie das eigene Image konstruieren zu wollen, was zur Selbstgefälligkeit verleiten kann“, oder die Versuchung, „sich in eine Art Parallelwelt zu flüchten oder sich exzessiv der virtuellen Welt auszusetzen“. Vor allem aber betont Benedikt XVI., „daß die Wahrheit, die wir mitzuteilen suchen, ihren Wert nicht aus ihrer ‘Popularität’ oder aus dem Maß der ihr gezollten Aufmerksamkeit bezieht. “ Also nicht die Zahl meiner Followers bei Twitter und auch nicht die Zahl der „Like“-Kommentare bei Facebook entscheiden über Wert und Wahrheit unserer Kommunikation.

Die mahnenden Einwände stehen in der päpstlichen Botschaft aber nicht im Vordergrund. Zentrales Anliegen ist vielmehr die Ermunterung, sich auf Online-Netzwerke einzulassen:

„Ich möchte jedenfalls die Christen dazu einladen, sich zuversichtlich und mit verantwortungsbewußter Kreativität im Netz der Beziehungen zusammenzufinden, das das digitale Zeitalter möglich gemacht hat. Nicht bloß um den Wunsch zu stillen, präsent zu sein, sondern weil dieses Netz wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens ist. Das Web trägt zur Entwicklung von neuen und komplexeren Formen intellektuellen und spirituellen Bewußtseins sowie eines allgemeinen Wissens bei. Auch in diesem Bereich sind wir aufgerufen, unseren Glauben zu verkünden, daß Christus Gott ist, der Erlöser des Menschen und der Geschichte, in dem alle Dinge ihre Erfüllung finden (vgl. Eph 1,10). Die Verkündung des Evangeliums verlangt eine respektvolle und unaufdringliche Form der Mitteilung, die das Herz anrührt und das Gewissen bewegt; eine Form, die an den Stil des auferstandenen Jesus erinnert, als er sich zum Weggefährten der Jünger von Emmaus machte (vgl. Lk 24,13-35), die er schrittweise zum Verständnis des Geheimnisses führte durch seine Nähe, durch sein Gespräch mit ihnen und dadurch, daß er feinfühlig sichtbar werden ließ, was in ihren Herzen war.“

Die Botschaft endet mit der Erteilung des Apostolischen Segens für alle, die  im Kommunikationsbereich tätig sind.

Im Wortlaut: Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum 45. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

Verfasst von: tb | Januar 24, 2011

GLAUBE wird groß geschrieben in Peru

Im Kontext der missionarischen Initiative „Glauben – Bekennen – Handeln“ der Erzdiözese Freiburg haben wir junge Menschen, die einen Freiwilligendienst in Peru leisten, eingeladen, über ihre Erfahrung mit Glaube und Kirche in der Sende-Zeit zu schreiben. Wir setzen diese Reihe mit einem Glaubenszeugnis / testimonio de fe von Anika Radkowitsch, die in Monsefú in der Diözese Chiclayo im Norden Perus an der Küste engagiert ist.

Bevor ich vor 4 Monaten nach Peru kam, habe ich mich selbst als einen gläubigen Menschen gesehen. Auch wenn ich nicht jeden Sonntag in die Kirche ging und kaum offen über meinen Glauben geredet habe, war Christ-Sein für mich immer ein wichtiger Teil meiner Ideale und Wertvorstellungen.

Christ-Sein, das heißt für mich im christlichen Sinne zu handeln, an das Gute im Menschen zu glauben und auch bereit sein zu vergeben. Trotzdem war mein Glaube auch immer ein Teil von mir, den ich in meinem Freundeskreis kaum geteilt habe. Denn, so habe ich häufig die Erfahrung gemacht, in die Kirche zu gehen und an Gott zu glauben ist „uncool“. Doch wer suchet, der findet. Und so bekam ich die einmalige Gelegenheit, mit 14 mit-gläubigen Jugendlichen nach Peru zu reisen, um dort zu leben und zu glauben.

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Verfasst von: tb | Januar 21, 2011

Inklusion – in Theorie und Praxis

Buchbesprechung: Anne-Dore Stein u.a. (Hrsg.): Integration und Inklusion auf dem Weg ins Gemeinwesen. Möglichkeitsräume und Perspektiven, Klinkhardt-Verlag, Bad Heilbrunn 2010

Dieses Buch ist die Dokumentation einer Tagung von Integrations- und InklusionsforscherInnen, die 2009 stattfand. Der bekannte Integrationsforscher Georg Feuser, Zürich, zeigt in seinen Einleitungsworten die Bedeutung von Integration und Inklusion auf. Der Tagungsband unterteilt sich in fünf „Schwerpunkte“, in denen der Inklusionsgedanke verwirklicht wird bzw. vorhandene Ansätze aufgezeigt und Weiterentwicklungen angedacht werden: Gemeinwesen, Regionale Teilhabe, Kommunale Bildungslandschaften, Dimension von Teilhabe. Das Buch beinhaltet auch wissenschaftliche Beiträge aus der Integrations- und Inklusionsforschung. Im Blickpunkt dabei steht die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. – Wie dies möglich werden kann, zeigen die einzelnen Beiträge auf und verbinden grundlegende theoretische Ansätze mit einer direkten praktischen Verortung in Projekten bzw. der Lebenswirklichkeit.

Das Buch gibt einen guten Überblick über die Lebensbereiche und –felder von Menschen mit einer Behinderung, in denen dann die Inklusion ansetzen muss. Die Verbindung zwischen einem theoretischen Ansatz und der Verknüpfung mit dem praktischen Handeln ist gelungen und lässt das Wort „Inklusion“ nicht mehr als eine leere Hülse erscheinen, sondern füllt es konkret mit dem Anliegen, Strukturen so zu gestalten, so dass eine gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung auch möglich ist.

Michael Wolf

Referent für den Bereich Sonderschulen im Institut für Religionspädagogik, Freiburg, Sonderschullehrer

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Hinweis der Redaktion: In unregelmäßiger Folge bitten wir Gastautorinnen und -autoren um Beiträge für unseren Blog. Diese Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.

Verfasst von: nk | Januar 19, 2011

Pastoralkongress des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes

Pastoralkongress 2011Wie soll in Zukunft Pastoral in unserem Erzbistum aussehen? In den vergangenen Jahren haben viele Menschen diese Frage gestellt und nach Antworten gesucht, gerade angesichts der großen Veränderungen unserer Zeit, die sich sichtbar auf die Kirche auswirken. Es gibt viele Zeitdiagnosen, die die Suche nach Perspektiven für das kirchliche Handeln zu einer echten Herausforderung machen. Aber Kirche braucht eine Vorstellung von ihrer Zukunft und ihrem Dienst für die Menschen. Das Erzbischöfliche Seelsorgeamt Freiburg lädt am 26. März 2011 zu einem Pastoralkongress ein, der sich dieser Thematik widmet.

Dieses Jahr feiert das Seelsorgeamt einen runden Geburtstag: Vor 100 Jahren, am 25. März 1911, wurde es als „Katholisches Missionsinstitut für die Erzdiözese Freiburg“ gegründet. Der Kongress steht deshalb auch im Zeichen dieses Jubiläums. Zentrales Anliegen des Seelsorgeamtes ist bis heute, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Antworten aus dem Licht des Evangeliums zu geben. Welche Impulse braucht eine zeitgemäße pastorale Arbeit? Diesem Thema will der Kongress am 26. März 2011 nachgehen.

Ich habe unseren Rektor, Domkapitular Andreas Möhrle, zum Anliegen des Pastoralkongresses befragt:

Link: Weitere Infos zum Kongress, Flyer und Programm

Virtuelle Kirche St. GeorgNun ist es geschafft: Das Projekt „Kirche in virtuellen Welten“ der Erzdiözese Freiburg, das wir Ende letzten Jahres beendet haben, ist ausgewertet. Für mich persönlich geht damit eine sehr spannende Phase meiner Tätigkeit in der Medienpastoral zu Ende. Im September 2007 hatte ich mich aus Neugier bei Second Life angemeldet und ziemlich schnell Feuer gefangen: Wäre eine virtuelle 3D-Onlinewelt nicht auch als pastorales Handlungsfeld interessant? Sollte die Erzdiözese nicht einmal ausprobieren, eine dreidimensionale Internetkirche zu bauen und diese als Ort des Gebetes, der Glaubenskommunikation und der Bildung zu etablieren? Vor allem, da 3D-Welten möglicherweise das 2D-Internet künftig ergänzen? Bald gab es Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die ich alle über das Internet kennen gelernt hatte, und die bereit waren, sich für ein kirchliches Projekt in Second Life ehrenamtlich zu engagieren.

Nach mehrmonatiger Vorbereitung und nachdem die Finanzierung des Projektes geklärt war, starteten wir durch: Am 1. November 2008 eröffneten wir offiziell den virtuellen Nachbau der Kirche St. Georg von der Bodensee-Insel Reichenau. Damit war die Erzdiözese Freiburg weltweit das erste römisch-katholische Bistum mit einer offiziellen Seelsorgepräsenz in einer 3D-Onlinewelt; über ein entsprechend großes Medieninteresse durften wir uns freuen.

Das Projekt war von vornherein auf zwei Jahre angelegt und endete am 31.12.2010. Der Abschlussbericht mit allen wichtigen Infos zum Projekt ist jetzt als PDF-Datei online verfügbar. Ich finde es schön, dass die Kirche St. Georg auch nach dem Ende des Projektes nicht verwaist ist. Denn einige der ehrenamtlichen Teammitglieder führen Teile des Projekts – Wortgottesdienste und Glaubensgespräche – in eigener Regie weiter.

Zwei AvatareFür mich persönlich waren die zwei Jahre eine interessante Erfahrung. Über das Internet die Komplet (das kirchliche Nachtgebet) zu beten, hätte ich mir vorher nicht vorstellen können. Oder mit einem Avatar namens Benedetto Burger durch die Gegend zu laufen. Oder einen Bibelkreis zu leiten, an dem eine Ordensschwester zusammen mit einem Lack-und-Leder-Vamp teilnimmt. Ganz zu schweigen von dem Leoparden-Avatar oder den gelegentlich vorbeischauenden Vampiren…

Auch nach Abschluss des Projektes werde ich versuchen, beim Thema „Virtualität“ am Ball zu bleiben. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eine Art Folgeprojekt. Womöglich in Bezug auf Augmented Reality.

Links:

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