Verfasst von: nk | September 21, 2010

Bekennerschreiben von Stefan Lesting

Im Kontext der missionarischen Initiative „Glauben – Bekennen – Handeln“ der Erzdiözese Freiburg laden wir andere katholische Bloggerinnen und Blogger ein, uns in einen kurzen Text (möglichst nicht mehr als 2000 Zeichen) zu schreiben, warum sie katholisch sind. In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir diese „Bekennerschreiben“. Heute schreibt Stefan Lesting, einer der Macher des Blogs “Frischfischen – Gott und die Welt im Web 2.0

Logo Frischfischen

Katholisch sein in der heutigen Zeit fällt den meisten Leuten sichtlich schwer, gerade in Deutschland, und ich nehme mich da auch nicht heraus. An vielen Stellen stößt man auf Unverständnis, dass man glaubt und sogar der Katholischen Kirche angehört. Wobei; eigentlich ist es sogar noch extremer, denn ich engagiere mich sogar für und mit dieser Kirche: Vielerorts herrscht Unverständnis; auch in mir selbst?

Nein, eigentlich gar nicht, denn ich stehe zu meiner Vergangenheit, die katholisch geprägt ist mit vielen positiven Erfahrungen. Dies sind die unterschiedlichsten Erfahrungen, wie zum Beispiel Leitungserfahrungen im Registrierungszentrum des Weltjugendtages in Köln, meinem Zivildienst bei einer katholischen Gemeinde in Australien, meine heutige Arbeit und viele weitere. Doch das Wichtigste sind nie die Funktionen oder Orte gewesen, sondern vielmehr die Menschen um mich herum, egal ob in Deutschland, Holland, Österreich, Australien oder Schweden.

Es sind Menschen, die mich prägen und mich stetig dazu ermuntern, dass ich mich weiterentwickle. So erfreue ich mich immer wieder über neue Herausforderungen in meinem Leben. Erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut in Verbindung mit meinem katholischen Glauben, denn das Vertrauen und die Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, sind in diesem Netzwerk groß.

Weniger groß ist von meiner Seite das Verständnis für jede Entwicklung in der katholischen Kirche, doch das muss auch gar nicht, denn wo ist das schon im Leben? Egal ob auf der Arbeit oder in der Freizeit, es gibt überall Punkte, die einem nicht 100%-ig gefallen, die man nicht versteht oder verstehen will. Und kommt es nicht immer darauf an, was man aus der Situation macht? Ich denke schon, und deshalb bin und bleibe ich sicher in den nächsten Jahren auch noch katholisch, denn es gibt viel Positives zu erfahren (auch wenn das aktuell in der Berichterstattung oft untergeht). Die Herausforderung ist, dass man sich auf die Gemeinschaft einlässt. Schwierig, aber es lohnt sich.

Stefan LestingStefan Lesting hat International Business Management mit den Schwerpunkten Marketing & Strategieentwicklung studiert. Heute berät er verschiedene Organisationen und kümmert sich bei domradio.de um das Online Development. Im November 2009 initiierte er den Blog frischfischen.de.

Wenn Sie katholischer Blogger oder katholische Bloggerin sind und Ihr „Bekennerschreiben“ hier veröffentlichen möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: medienpastoral@seelsorgeamt-freiburg.de

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Hinweis der Redaktion: In unregelmäßiger Folge bitten wir Gastautorinnen und -autoren um Beiträge für unseren Blog. Diese Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.


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